Meinungsbeitrag — 8 Min Lesezeit

Die EV Revolution – Eine Gefahr oder Gelegenheit?

Vieles kann über Elektrofahrzeuge (EVs) gesagt werden. Beides, negativ und positiv.

Für manche sind Elektrofahrzeuge nichts andere als eine Modewelle. Sie liefern mangelhafte Erfahrung; Reichweitenangst ist katastrophal für den Mobilitätsbedarf und „tanken“ ist umständlich. Für andere sind sie Innovationswunder, die die Welt zu einem besseren Ort macht und unseren Planeten vorm Aussterben rettet. Und wer hat recht? Alle und gleichzeitig auch niemand! Es hängt von unserer Perspektive ab, wie wir die Welt sehen und wie wir das Neue und Unbekannte annehmen. Es ist eine ewige Frage, ob der Becher halbleer oder halbvoll ist.

In Anbetracht des technology adoption cycle, hat die EV-Industrie den Spalt noch nicht überschritten. Elektroautos werden weiterhin nur von Early Adopters angenommen.

Im vergangenen Jahr (2018) machten weltweit alle Plug-in-Fahrzeuge nur etwas mehr als 2% des gesamten Pkw-Absatzes aus, wobei zwei Drittel dieser Zahl auf den Verkauf von Batterie-Elektrofahrzeugen (BEV) entfielen. Die totale Penetration der Elektrofahrzeuge innerhalb der existierenden Autos ist minimal, ungefähr bei 0,4% (GreenFlux Kalkulation).

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Quelle: Insideevs, GreenFlux

Es gibt natürlich auch regionale Unterschiede. China trägt geschätzt für die Hälfte der weltweiten Verkäufe und Penetration bei. Der Umsatz von Elektrofahrzeugen in Norwegen überschreiten sogar 50% . Allerdings hinken viele Länder hinterher. Diese noch relative niedrige Verkaufszahlen reflektieren wie die Industrie noch in seiner Anfangsphase steckt. Und die Spalte wurde noch nicht überschritten da ja die Early Majority Gruppe nicht genügend Leistungen, um die Adoption zu beschleunigen, gesehen hat. Reichweite, Verfügbarkeit und Bequemlichkeit der Ladeinfrastruktur, Verfügbarkeit und Auswahl der Modelle der Fahrzeuge selbst sind die Hauptschuldigen.

Die Spalte überschreiten

Aber dieser kleine Tropfen im Ozean ist nur ein Vorspann auf das was uns eigentlich erwartet. Der Wirbelsturm, der mit der Überquerung der Spalte helfen sollte, hat erst richtig begonnen. Es wird erwartet, dass die Kosten für das Elektroauto unter die Kosten für das traditionelle Auto fallen. . Mit den Kosten pro Meile/km, die gefahren werden, besiegen Elektroautos die traditionellen Autos . Darüber hinaus sind die Wartungs- und Instandhaltungskosten per Definition von Anfang an auf der Seite des Elektrofahrzeugs. Man muss kein Öl oder andere Ersatzteile für Verbrennungsmotoren wechseln.

Die Ladeinfrastruktur verbessert sich ebenfalls. Die Niederlande sind einer der führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (GreenFlux ist stolz darauf, in Holland ansässig zu sein) und bieten rund 37,000 öffentliche Ladestationen mit mehr als 1,000 Schnellladestationen. Das Verhältnis von Plug-In-Elektroautos pro (öffentlicher) Ladestation beträgt 1 zu 4 (0,25 Autos pro Ladestation). Die offene Frage ist natürlich, ob die Ladeinfrastruktur führend oder rückständig sein sollte.

Es ist nur eine Frage der Zeit, in der die Wirtschaftlichkeit und die allgemeine Erfahrung mit dem Besitz und der Nutzung eines Elektrofahrzeugs „traditionelle“ Autos umkippen. Obwohl nichts sicher ist, gibt es einige Beweise dafür, dass die EV-Revolution nichts oder niemanden wirklich bedroht. Und die Beweise deuten darauf hin, dass die Elektrofahrzeuge langsam, aber stetig nicht nur ein Spielzeug für ein paar reiche, umweltfreundliche oder Technikbegeisterte werden. Sie werden zu normal akzeptierten Mobilitätsprodukten. Man könnte die Hypothese aufstellen, ob traditionelle Autos uncool werden, aber dies könnte eine weitreichende These sein. Ist der perfekte Sturm im Anmarsch?

Eine neue Perspektive auf Mobilität

Worum geht es in diesem Argument? Ist es viel Lärm um nichts? Nun, der ganze Punkt dieses Beitrags ist, dass wir als Gesellschaft und Industrie vor einer enormen Chance stehen. Die EV-Revolution ist die größte Veränderung seit der Erfindung des Verbrennungsmotors. Es verändert unsere Wahrnehmung von Mobilität, es beeinflusst unsere Lebensweise. Wie jede Änderung bringt sie einige Unsicherheiten mit sich, möglicherweise Ängste. Bei GreenFlux sehen wir (und ich persönlich) diese Veränderung lieber als einen Ozean von Möglichkeiten. Und wir argumentieren auch, dass jeder, obwohl er sich vor Problemen und Hindernissen fürchtet, zumindest ein kleines rosiges Bild von dem haben sollte, was kommt.

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Quelle: RVO, GreenFlux

Die bloße Anzahl der erforderlichen Mobilitätsprodukte und der erforderlichen Infrastruktur ist erstaunlich. Automobilhersteller müssen ihre Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen bis 2030 (weltweit) zwölfmal steigern.

GreenFlux ist offensichtlich an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der sich entwickelnden Ladeinfrastruktur interessiert. In den Niederlanden sind die Zahlen noch umwerfender. Bei der Analyse der Anforderungen der niederländischen Infrastruktur erwarten wir für 2030 drei Millionen Elektrofahrzeuge auf niederländischen Straßen. Unter der Annahme, dass 1:1 öffentliche Ladestationen verfügbar sein müssen (erforderlich, um ein anständiges, reibungsloses und nahtloses Ladeerlebnis zu gewährleisten), beträgt die Anzahl der erforderlichen öffentlichen Ladestationen 3,3 Millionen! Dies ist 91-Mal mehr als die aktuelle Zahl. Um diese Ziele zu erreichen, muss viel getan und umgesetzt werden. Daher ergeben sich unbestreitbar zahlreiche Möglichkeiten.

Der Schlüssel zum Erfolg

Ehrlich gesagt, nur Zahlen machen nicht alles möglich. Es sind erhebliche Innovationsanstrengungen erforderlich, um die Falle des „Wunschdenkens“ zu umgehen. Mehrere Schlüsselfragen müssen angegangen werden:

  • Gesamterfahrung als EV-Fahrer – etwas anders als bei herkömmlichen Autos
  • Interoperabilität der Ladeinfrastruktur – jederzeit und überall aufladen
  • Reichweitenangst
  • Verfügbarkeit und Auswahl der EV-Modelle (Tiefe der Produktlinien)
  • Verfügbarkeit und Eignung der Netzinfrastruktur (zum Laden von Elektrofahrzeugen)
  • Bildung

… und viele andere.

Bei GreenFlux konzentrieren wir uns auf die Elemente der Ladeinfrastruktur wie Verfügbarkeit und Effizienz der Ladeinfrastruktur. Wir arbeiten sehr hart daran, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge eher zu einem führenden als zu einem nacheilenden Faktor zu machen. Außerdem setzen wir uns mit unseren intelligenten Ladelösungen aktiv mit netzbezogenen Problemen auseinander. Und wir arbeiten eng mit dem gesamten Ökosystem zusammen (z. B. Automobilhersteller, Versorgungsunternehmen, Netzbetreiber usw.), um so viele andere Probleme wie möglich lösen zu können. Wir sehen, dass die Zukunft hoffnungsvoll ist. Wir sind uns jedoch voll und ganz bewusst, dass eine kollektive Anstrengung des gesamten Ökosystems (mit etablierten Unternehmen sowie Startups, Konsortien und Partnerschaften) erforderlich ist, damit die EV-Welt gedeihen kann. Wir bei GreenFlux glauben fest an die Macht des Internet der Energie. Wir hoffen, mit diesem Beitrag die Chancen hervorgehoben und alle ermutigt zu haben, die bevorstehende Veränderung als Gemeinwohl sehr positiv zu betrachten.

Artikel von: Piotr Chmielewski

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